|
Die Provinz von Pesaro Urbino Routenplanen
|
Die Provinz von Pesaro Urbino Routenplanen |
|
|
|
Die Provinz von Pesaro Urbino ist die nördlichste der Region der Marken und auch desshalb in turistischer Hinsicht ein strategischer Kreuzweg.Zwischen dem adriatischen Meer und den appenninischen Bergen,in direktem Kontakt mit der Romagna,Toskana und Umbrien liegend,ist sie der ideale Ort,um fast das gesamte Mittelitalien kennenzulernen,dessen vollkommene Synthese sie ist. Was in diesem Land sehr beeindruckt, ist die überwältigende Vielfalt der Farben im Laufe der Jahreszeiten,vom satten Grün derWälder,bis zum Azurblau des Meeres bilden sie ein harmonisches Ganzes.
In diesem Rahmen stellt die Provinz von Pesaro und Urbino ein ideales Resümee dar,ein sich Verdichten antiker Nuancen und flüchtiger Einflüsse in der geologischen Realität eines Landes der tausend Atmosphären.Beim befahren ihrer Strassen stellt der unvorbereitet reisende fest, dass er sich in eine Gegend befindet,die all seine Erwatungen übertrifft.
Auf der einen Seite das sanfte abfallen der Hügel und auf der anderen das Meer.Ein Land zum entdecken.Angefangen von der Küste,mit ihren 50 Km langen Stränden.Hier haben sich von der Vorsehung gewollte Verflechtungen zwischen dem toskanisch-emilianischen und dem umbrisch-markischen appennin gebildet,von denen die unterschiedlichen Morphologien der Küste profitieren und immer neue Szenerien bieten.Von den weissen Kieselstränden,bis zu den grau und goldenen Sandstränden,von Marotta nach torrette,Fano,Pesaro und Gabicce,die zum Ruhm der Adriaküste beitragen.Beim befahren der Panoramastrasse,die von Pesaro über den Monte San Bartolo hinauf nach Gabicce Monte führt,kann man von den strategieschen natürlichen Terrassen aus ein Blick auf die herrliche Küste werfen,die schroff zum Meer abfällt und zu den unberührten kleinen Kiesstränden,die nur vom Meer aus erreichbar sind.Von dieser Steilküste öffnet sich die Adria,die träge und freundlich in allen Schattierungen von blau erstrahlt.
Doch hat die Provinz von Pesaro-Urbino nicht nur die Schönheit ihrer Küste zu bieten,wie es oft in anderen Regionen der Fall ist,sondern können in ihrem Hinterland viele andere zauberhafte Eindrücke gesammelt werden.Wie die Gebirgsmassive,die den zum Meer eilenden Flüssen den Weg versperren.Hier haben sich die Wasserläufe ihren Weg durch das Gebirge erkämpfen müssen und die Flüsse Marecchia,Conca,Foglia,Metauro,Cesano und ihre Nebenflüsse hinterliessen ein dichtes Netz von Schluchten und Felskluften,ein gebiet so ausgedehnt und spektakulär,das es in Italien wenige Rivalen hat und neben den von der Natur geschaffenen Strassen verlaufen die von Menschenhand erbauten,unter denen die römische Via Flaminia hervorsticht,die durch die antike, im Jahre 184 v.Chr.gegründete Ansiedlung Pisaurum führte.
Pesaro am Ende des Foglia-Tals,Geburtsstadt des Giocchino Rossini,kann sich zahlreicher Denkmäler aus dem Mittelalter und der Renaissance rühmen und besteht aus einem antiken Stadtkern und einem modernen Stadtteil,der sich bis zum Meer hinzieht.Die Stadt ist Weltberühmt für ihre Majoliken,die dem feinen Ton ihrer Erde zu verdanken sind und beherbergt während den Sommermonaten das Rossini opera Festival,das zu Ehren ihres berühmten Mitbürgers veranstaltet wird.Die Aufführungen der lyrischen Werke des grossen Meisters aus Pesaro verfügen heute bereits über weltweiten Ruhm.Nicht zu versäumen ist ein Besuch der Villa Toschi-Mosca,in der die aussergewöhnlich reichhaltige Pinakothek und das Keramikmuseum untergebracht sind.Ein kurzweiliger Ausflug mit dem Auto bringt Sie zur Imperiale,eine schlossartige Villa,die inmitten eines eines Pinienwäldchens des Hügels San Bartolo liegt.
Die Via Flaminia war für den Verkehr zwischen Rom dem zisalpinischen Gallien und ganz Nordeuropa von gröbster Bedeutung.
So erlebten die Städte die die Hauptknotenpunkte dieser Verkehrsstrasse bildeten,eine wahre Blütezeit,von Rimini über Pesaro bis Fano,das sich einerseits im Meer spiegelt und an der anderen Seite auf die drei höchsten Berge des Zentralappennins,Catria, Petrano und Nerone blickt.Fano,mit dem bedeutenden Augustus-bogenund einem langen, gut erhaltenen Teil der römischen Stadtmauer,erfreut sich unter anderem einer sehr beliebten Veranstaltung,dem Karneval der Adria,der “ süsseste” Karneval Italiens,da während den Umzügen zentnerweise Süssigkeiten in die Menschenmenge geworfen werden.
Gegen Rom hin fällt die Via Flaminia, die heute Gegenstand archäologischer Untersuchungen ist,zu der unglaublichen Verengung der Furloschlucht ab,ein phantastischer Canyon zwischen den Bergen Pietralata und Paganuccio.
Hier und da sind auf dem grünen Territorium der Provinz einige der schönsten Felsenburgen zu finden,die Vorposten eines Verteidigungssystems der Renaissance waren ,wie jene von Sant’Agata Feltria, Mondavio, Sassocorvaro, Fossombrone, Cagli, San Costanzo und Frontone in der Nähe von Pergola, dem Fundort der herrlichen vergoldeten berittenen Bronzestatuen aus der römischen Epoche,die ihren berühmteren “Vettern” von Riace in nichts nachstehen.
Nördlich, auf der gemarterten Orographie,die vom Monte Carpegna abfällt,erhebt sich die Burg San Leo, die von einem uneinnehmbaren Felsen aus über das Marecchia-Tal wacht.Die Festung ist heute Sitz eines Museums und einer Pinakothek und über ihren unbezwingbaren Festungsmauern sind viele illustre Persönlichkeiten gewandelt, von Dante bis zum heiligen Fraziskus, während eine beissende, schwefelige Atmosphäre an die letzten Tage des Giuseppe Balsamo erinnert, besser bekannt als Graf von Cagliostro, der misteriöse Gefangene, der sich der Magie verschrieben hatte. In dem Schatten des Carpegna erstreckt sich Pennabilli, das aus zwei befestigten Ortschaften, nämlich Penna und Billi,entstand, die in einer einzigen Bastei zusammengefasst wurden. In dieser Gegend lebten die Carpegna, die Malatesta und die Montefeltro, die ein unnachahmliches Stück historischen und künstlerischen Reichtums begründeten, wie es oft in den verborgensten Winkeln des italienischen Territoriums vorgekommen ist. Heute bietet Pennabilli einen Antiquitätenmarkt, der im Sommer Scharen von Besuchern anlockt.
Die gesamte Provinz birgt ausserdem wunderbare Kunstschätze und wenn einige regionen der Welt wegen ihrer Bodenschätze als “geologische Paradiese” bezeichnet wurden, kann man hier zweifellos von einem “kulturellen Paradies” sprechen.
Stellvertretend für alle anderen,Urbino. Über ein Panorama grüner Hügel und majestätischer Berge herrschend, ist diese Stadt wegen ihrer presigevollen, unschätzbaren Meisterwerke, die in der Nationalgalerie im palazzo Ducale verwahrt sind, weltberühmt. Hauptstadt des Herzogstums der grossen Familie derer von Montefeltro ,befand sich Urbino,Vaterstadt des grossen Raffaello und antiker Universitätssitz, am Gipfel ihres Glanzes , als der Herzog Federico (1422-1482) die grössten Künstler und Literaten jener Zeit an seinem Hof versammelte.
Wir haben Dante bereits zuvor erwähnt.Hier treibt sich das ruhelose Gespenst des “Fliehenden Gibellinen” um, der Minnesänger der tragischen Liebe zwischen Paolo und Francesca, deren Drama sich laut Überlieferung in der herrlichen Felsenburg der Malatesta in Gradara ereignete, während in Fiorenzuola di Focara die infernalische Schmährede des Pier da Medicina gegen den “grausamen Tyrannen”, der die”beiden Besten aus Fano”,Guido del Cassero und Angiolello di Carignanoverriet,in Marmor graviert ist.
Wer etwas weniger bildungsträchtige Reiserouten vorzieht und sich mehr für Natur interessiert,der ist mit der Alpe della Luna, an der Grenze zwischen Umbrien und der Toskana, in der Nähe von Borgo Pace, bestens bedient.Der Berg ist von einem wildwachsenden Wald überwuchert und ist lediglich über einen fussweg zugänglich.Das Gebiet steht unter Naturschutz und ein derartiger Ausflug ist für jeden Naturfreund sicher ein besonderes Erlebnis.
Alles in allem ist ein Besuch der Provinz von Pesaro und Urbino ein immer wieder neues Abenteuer,das vom erholsamem Müssiggang unter dem Sonnenschirm ,bis zur Entdeckung der Kunst- und Kulturschätze, über die man “nolens volens” praktisch an jeder Ecke stolpert,richlich raum bietet und doch fehlt noch etwas, um ein wirklich komplettes Panorama zu geniessen. Tatsächlich sagt man und wahrscheinlich ist es sogar wahr,dass man, um die Kultur voll und ganz zu begreifen, auch ihre Küche kennenlernen muss”sag mir was Du isst und ich sage dDir wer Du bist”. Vielleicht ist dies nur die Ausrede eines listigen Feinschmeckers,dersich ein Alibi schaffen will. Doch handelt es sich in diesem Fall für einen gewissenhaften Entdecker um eine ausnehmend angenehme Pflicht.
Vom Blaufisch aus Fano und Pesaro, den weissen Trüffeln von Acqualagna, Sant Angelo in Vado und Sant’Agata Feltria,die es mit den Trüffeln aus Alba durchaus aufnehmen können, bis zu dem unvergleichlichem Käse Pecorino di Fossa aus Talamello, dem Olivenöl aus Cartoceto,den geschmackvollen Rohschincken von Carpegna,den Kirschen aus San Leo,dem Casciotta Käse aus Urbino, den Pfirsichen aus Montelabbate,bis zu den Sauerkirschen aus Cantiano,rühmt sich die Küche der Provinz Pesaro einer Reihe von unvergleichlichen Zutaten für die köstlichsten Gerichte ,die den Duft des Meers und der Erde auf den Tisch bringen wie zum Beispiel Fischbrühe, Nudeln mit Fischsauce,Meeresschnecken,Kaninchen mit wilden Fenchel und Oliven, Gemüsegratin, geblätterte” Crescia”mit verschiedenen Füllungen, im Römertopf gegartes Perlhuhn,alles reichlich begossen mit Sangiovese aus den Hügeln um Pesaro für Fleischgerichte und Bianchello del Metauro für Fischgerichte.Das sind nur einige der bekanntesten und beliebtesten Gerichte.
Natürlich erheben wir keineswegs den Anspruch mit diesen Zeilen den gesamten Schatz an natürlichen, kulturellen und künstlerischen Reichtümern der Provinz von Pesaro und Urbino ausgeschöpft zu haben. Vielmehr haben wir versucht, Ihnen einige Anregungen und Anreize zu geben, damit Sie Ihre eigene Entdeckungsreise nach Lust und Laune und ohne ein bestimmtes Ziel antreten können.Was wir Ihnen dazu versprechen können ist, dass Sie sicher nicht enttäuscht sein werden.
|
| |